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Saturday, 31. July 2010

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Investitionsobjekt Land Banking

Ackerland günstig kaufen und als Bauland teuer verkaufen. Liegen einige Hektar Maisfeld oder eine Viehweide am richtigen Platz, kann ein Landwirt über Nacht zum Millionär werden. Wo einst Traktoren pflügten, werden Einkaufszentren, Gewerbehallen oder Wohnungen aus dem Boden gestampft. Man denke nur an den neuen Flughafen in München. Viele Landwirte sind plötzlich Millionär geworden.

Der Begriff Land Banking

Der Begriff Land Banking stammt ursprünglich aus den USA und wird heute weltweit verwendet. In den 70er Jahren orientierte man sich bodenpolitisch an europäischen Bodensammlungs- und Land-Managementaktivitäten der öffentlichen Hand und prägte dadurch den Begriff Land Banking.

Land Banking bedeutet Erwerb, Entwicklung und Verwertung strategisch günstig gelegener, nicht erschlossener Grundstücke mit Wachstumspotenzial. Land Banking setzt sich aus zwei Worten zusammen: Das englische "Land" steht für Land. "To bank" bedeutet "vertrauen" und heißt, dass man dem ausgewählten, günstig gelegenen, noch nicht erschlossenen Land vertrauen kann.

Mit Hilfe des Land Banking können städtebauliche Besonderheiten und infrastrukturelle Anforderungen bei der Grundstücksentwicklung gewinnbringend berücksichtigt werden. Dies stellt die Voraussetzung von Land Banking dar, um Land innerhalb kürzester Zeit mit hohem Wertzuwachs zum Verkauf aufbereiten zu können.

Land Banking wird daher dann sinnvoll, wenn vorhersehbar ist, in welche Richtung sich Metropolen ausdehnen. Die wichtigsten Indikatoren für die zu erwartende Ausdehnung sind Prognosen zur ökonomischen und demografischen Entwicklung des Standortes und seines Umfeldes verbunden mit eingehenden Marktanalysen. Im Rahmen des Investitionsobjektes Land Banking wird daher vor dem Erwerb von Grundstücken eine Vielzahl entscheidender Entwicklungsfaktoren analysiert und bewertet. Dazu gehören städtebauliche Bestimmungen und Vorschriften, regionale Bestands- und Infrastrukturanforderungen sowie die Chancen zur optimalen Grundstücksnutzung. Alle Flächen werden nutzungsoptimal aufeinander abgestimmt geplant und so zum Teil eines wachstumsorientierten Gesamtkonzeptes von Land Banking.

Der Prozess des Land Banking

Land Banking wird in folgende Schritte untergliedert:

  1. Zuerst werden strategisch günstig gelegene nicht erschlossene Grundstücke erworben. Vor jedem Landkauf erfolgen umfassende Standortanalysen.
  2. Ist die Entscheidung für den Erwerb gefallen, werden die für die Grundstücke geltenden städtebaulichen Bestimmungen, Vorschriften und Grenzen detailliert recherchiert.
  3. Im Anschluss wird für die Grundstücksnutzung ein Entwicklungskonzept erstellt. In diesem Stadium werden die Einordnung sowie der Umfang der vorgeschlagenen Nutzung geprüft und regionale Anforderungen an die Infrastruktur in die Planungen aufgenommen.
  4. Es folgt die präzise Bestimmung der Grundstücksverwendung und baulichen Nutzung. Das Land wird in Zonen eingeteilt und die künftige Nutzung im Rahmen städtischer Verordnungen bestimmt.
  5. Als letzter Schritt schließlich erfolgt die Aufteilung und Grundbucheintragung. Einzelne Grundstücksgrößen und Standorte werden festgelegt und für den möglichen Verkauf und die Erschließung vorbereitet.

Land Banking in Kanada

Kanada ist eine der führenden Wirtschaftsnationen der Welt. Das Land bietet ideale Rahmenbedingungen für Wachstum und Investitionskapital. Rohstoffvorräte, politische Stabilität, Investitionsklima, Qualität der Infrastruktur, freizügige Rahmenbedingungen für ausländisches Kapital, Entwicklungschancen in fast allen wirtschaftlichen Bereichen, eine enorme Innovationsfähigkeit machen das Land zu einem der besten Investitionsstandort der Welt.

Geldanlage in Land Banking

Das Konzept Land Banking in Form von geschlossenen Beteilungsmodellen ist für deutsche Geldanleger noch Neuland und wurde durch die Walton International Group Inc./Calgary und ihre Tochtergesellschaft Walton Europe GmbH erst vor wenigen Jahren in Deutschland bekannt.

Da Walton als einer der größten Anbieter von Land Banking Projekten zunächst Farmland in Nordamerika mit Schwerpunkt Kanada erwirbt, das in Abstimmung mit den dortigen Kommunen und dem Landentwicklungsspezialisten als Bauland erschlossen und für den Weiterverkauf durch Walton vermarktet wird, fallen in der Phase zwischen Grundstückserwerb und Weiterverkauf keine nennenswerten Erträge an. Entsprechend leisten die Beteiligungen auch keine Ausschüttungen, so dass der Geldanleger erst beim endgültigen Verkauf der Grundstücke und der damit verbundenen Auflösung der Anlage sein persönliches Ergebnis erfährt.

Bei der Geldanlage in Land Banking handelt es sich um einen geschlossenen Immobilienfonds, der im Gegensatz zu deutschen Immobilienfonds i.d.R. ausschließlich auf Eigenkapitalbasis existiert und so Fremdkapital-, Vermietungs- und Leerstandsrisiko deutlich verringert. Darüber hinaus wird das Verkaufsrisiko bei Land Banking dadurch minimiert, dass nur in ausgewählten, staatlich sanktionierten Wachstumsregionen billigstes Ackerland sehr frühzeitig erworben und großflächig zu Bauland entwickelt wird.

Beim Land Banking erzielt der Geldanleger als Mitgesellschafter und Mitunternehmer Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Der Verkauf von Gesellschaftsanteilen führt zu einem Gewinn aus Gewerbebetrieb. Die entstandenen Kosten sind Sonderbetriebsausgaben. Die Versteuerung erfolgt am Ende der Fondslaufzeit.

Die attraktive Steuersituation aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Kanada und Deutschland ermöglicht es, die geringe steuerliche Bemessungsgrundlage und die Vorteile aus dem Stufensteuersatz auszunutzen.

Rendite und Risiko einer Geldanlage in Land Banking

Gerade beim Land Banking hängt der Erfolg von guten Geschäftskontakten ab, die im Regelfall aufgrund jahrelanger Erfahrung erworben werden. Stimmen diese Parameter, dann bleibt die Geldanlage nach wie vor ein unternehmerisches Risiko, jedoch handelt es sich nicht etwa um eine vergleichbar hohe Risikokategorie wie bei anderen geschlossenen Fonds (z.B. Private Equity). Der Geldanleger weiß beim Land Banking, in welches Areal und in welche Entwicklung investiert wird. Er weiß auch, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Ackerland Bauland wird. In aller Regel lassen sich Verkaufspreise in Metropolregionen relativ genau berechnen, wenn wiederum die Zeit bis zur Veräußerung nur einige wenige Jahre beträgt. Die Walton Gruppe ist seit 30 Jahren im Immobilienmarkt tätig und seit 20 Jahren Spezialist für Land Banking. Seit dem Jahr 1987 wurden bis heute über 40 Land Banking Beteiligungen aufgesetzt mit durchschnittlichen Renditen von 10 bis 19 Prozent.

Land Banking stellt eine relativ neue Geldanlage dar, die dem Geldanleger die Chance gibt, in der lukrativen Frühphase des Immobilienzyklus zu investieren. Auch hier zeigt sich: So sehr in Deutschland der Wegfall der Steuervorteile für Immobilieninvestments bedauert wurde, so viel Bewegung hat die neue Situation in den Markt gebracht.

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Land Banking