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Der Leasing Markt
Der Leasingmarkt ist ein starker Wachstumsmarkt. Die Wirtschaft finanziert ihren Investitionsbedarf verstärkt durch Leasing.
Seit der Herbeiführung der Leasingerlasse durch die Bundesrepublik Deutschland und der damit verbundenen Rechtssicherheit zur steuerlichen Behandlung von Leasingverträgen, ist das Marktvolumen von Leasingverträgen, speziell im Mobilien-Leasing kontinuierlich gewachsen.
Die Leasingbranche ist Deutschlands größter Investor und generiert ein jährliches Investitionsvolumen von rund 57 Mrd. Euro. Derzeit sind Wirtschaftsgüter im Wert von über 200 Mrd. Euro im Leasing. Insbesondere für mittelständische Unternehmen ist Leasing für bestimmte Investitionswerte mittlerweile bedeutender als der klassische Bankkredit.
Welches große Potenzial im deutschen Leasingmarkt noch schlummert, zeigt ein Vergleich mit den USA, wo Leasing schon Jahrzehnte früher erfolgreich eingeführt wurde. Die Leasingquote in den Vereinigten Staaten bewegt sich in einer Größenordnung von über 30 Prozent. Somit erreicht die Marktdurchdringung von Leasing in Deutschland gegenwärtig nur rund zwei Drittel des vergleichbaren US-amerikanischen Werts.
Definition Leasing
Leasing ist eine Finanzierungsalternative, bei der das Leasingobjekt vom Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen Zahlung eines vereinbarten Leasingentgelts zur Nutzung überlassen wird. Leasing steht dabei für die moderne Form der Nutzung wirtschaftlicher Güter ohne die Nachteile des Eigentums. Da Unternehmen überwiegend Interesse am Gebrauch von Fahrzeugen, Büroeinrichtungen, etc. haben und weniger hohe Geldbeträge für die Eigentumsrechte investieren wollen, werden anhaltend mehr Leasingverträge abgeschlossen.
Die Grundidee von Leasing besteht darin, dass der Leasingnehmer nach Ablauf des Leasingvertrages das Recht oder sogar die Pflicht hat, das Leasingobjekt zu einem bereits vertraglich vereinbarten Preis zu kaufen. Zum Kauf verpflichtet ist der Leasingnehmer, wenn ein so genanntes Andienungsrecht zugunsten des Leasingnehmers vereinbart wurde. Damit kommt der Bonität des Leasingnehmers bei allen Leasingvarianten sehr große Bedeutung zu.
Die Vorteile von Leasing sind zahlreich. So schont der Leasingnehmer durch seine kontinuierlich und planbar zu zahlenden Leasingraten seine Liquidität im Unternehmen. Darüber hinaus sind die Leasingraten als Betriebsausgaben steuerlich voll absetzbar. Leasing ist für den Leasingnehmer bilanzneutral und erscheint somit nicht in seiner Bilanz.
Geldanlage in Leasingfonds
Das Ziel des Leasinggeschäfts besteht in der Erzielung einer ansehnlichen Zinsmarge auf die Überlassung der Leasingobjekte sowie einem zusätzlichen Erlös aus der Verwertung der Leasingobjekte nach Ablauf der Leasinglaufzeit. Alle Leasingverträge werden normalerweise für eine feste Leasinglaufzeit abgeschlossen und sind dadurch kalkulierbar. Die Investitionen werden in eine Vielzahl von Leasinggütern und auf viele Leasingnehmer verteilt. Alle Leasingnehmer werden durch die refinanzierenden Banken und die Leasinggesellschaft auf Bonität geprüft. Zudem sind alle Leasinggüter im Eigentum der Leasinggesellschaft. Darüber hinaus sind die Leasinggüter gegen übliche Verlustrisiken versichert.
Leasingfonds gehören zur Gruppe der geschlossenen Fonds. Diese Art von Fonds wird meist von Kommanditgesellschaften mit beschränkter Haftung aufgelegt. Geldanleger, die in einen Leasingfonds investieren, werden als Kommanditist Gesellschafter des Unternehmens. Im Rahmen eines Leasingfonds investiert somit der Geldanleger in Leasingobjekte. Eine Form dieser Fonds sind die Mobilien-Leasingfonds. Hierbei schließen sich mehrere Geldanleger zusammen, um ein oder mehrere Wirtschaftsgüter zu erwerben. Die Laufzeit von Leasingfonds liegt zwischen 7 - 15 Jahren. Durch die hohe Bonität der Leasingnehmer und dem bei Beginn bereits feststehenden Verkaufspreis des Leasingobjektes, sind die Risiken für den Geldanleger breit gestreut. Leasingspezialisten haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Leasingangebote für Geldanleger aufgesetzt. Insbesondere dienen diese Leasingkonzepte mit der Verteilung des Leasinggeschäftes auf eine Vielzahl von Leasingnehmern der Risikominimierung.
Für Geldanleger kommen als Investor nicht nur die gebräuchlichen Leasingobjekte wie KFZ-Leasing, sondern auch Immobilien-Leasing oder Flugzeug-Leasing in Betracht. Selbst öffentliche Gebäude werden mittlerweile über Leasing und Leasingfonds finanziert. Den Anfangsinvestitionen stehen Rückflüsse durch die langfristig gesicherten Einnahmen aus Leasingraten und vereinbarten Verkaufserlös aus dem Leasingobjekt zum Ende der Leasinglaufzeit gegenüber. Durch gesicherte Bonität der Leasingnehmer und der bei Beginn schon feststehenden Kalkulationsgrundlage sind die Risiken für den Anleger gestreut.
Rendite und Risiko einer Geldanlage in Leasingfonds
Bei Leasingfonds wird vor allem das Mobilien-Leasing genutzt. Die von den Leasingnehmern gezahlten Leasingraten werden hierbei abzüglich der Kosten für Management, Kosten für die Unterhaltung des Leasingobjektes und Kosten für Zinsen und Tilgung an die Geldanleger ausgeschüttet. Wird das Leasingobjekt dann am Ende der Laufzeit verkauft, erhält der Geldanleger das eingesetzte Kapital zurück. Die Ergebnisse verschiedener Leasingfonds der letzten Zeit verdeutlichen, dass sich die Investition in Leasingfonds lohnen kann. Je nach Steuersatz können die Ergebnisse zwischen sieben bis dreizehn Prozent liegen. Deshalb stellen Leasingfonds nach wie vor einen Wachstumsmarkt dar.
Beim Leasinggeschäft hat der Geldanleger den Vorteil, dass wichtige Vertragskomponenten wie Vertragslaufzeit, Nutzungsdauer des Leasingobjektes und Restwert am Ende der Leasinglaufzeit bereits feststehen. Das Risiko ist hier somit geringer als bei anderen geschlossenen Fonds. Doch Geldanleger nehmen als Gesellschafter am Verlust der Gesellschaft teil, was unter Umständen zum Totalverlust der Geldanlage führen kann. Von Nachzahlpflichten bei Leasingfonds werden Geldanleger jedoch meist ausgenommen. In Einzelfällen sind Nachschusspflichten noch immer möglich, dieses Risiko sollte dann besonders beachtet werden.
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