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Mittwoch, 10. März 2010

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Nach der Definition der European Venture Capital and Private Equity Association ist Private Equity der Oberbegriff, der den gesamten Markt für privates Beteiligungskapital umfasst. Geldgeber sind institutionelle Investoren wie etwa Banken, Versicherungen und Privatleute. Sie beteiligen sich entweder direkt an Unternehmen oder stellen ihr Geld Private Equity Fonds zur Verfügung, die es in Firmenanteile investieren. Private Equity stammt ursprünglich aus den USA und beinhaltet die Investition in die Finanzierung nicht börsennotierter Unternehmen mit Eigenkapital. Private Equity Fonds kaufen Anteile von Unternehmen, von denen sie glauben, dass diese zukünftig an Wert gewinnen.

Bereits in den 60er Jahren entstanden in Deutschland erste Private Equity Gesellschaften. Das Thema Private Equity erlangte jedoch erst zu Beginn des neuen Jahrtausends seine heutige Bedeutung, als vermehrt Private Equity Fonds damit begannen, im großen Umfang Kapital in Deutschland zu investieren.

Das in Deutschland investierte Private Equity Kapital betrug im Jahr 2007 rund 29 Milliarden Euro. Der weltweite Anteil von Private Equity Gesellschaften an Unternehmenskäufen liegt mittlerweile bei einem Private Equity Volumen von über 300 Milliarden Dollar.

Die Gründe für den Verkauf von Unternehmensanteilen an Private Equity Fonds sind vielfältig. Mit dem Einstieg einer Private Equity Gesellschaft eröffnen sich neue Möglichkeiten für das Unternehmen.

Herkunft und Ziel von Private Equity Investitionen

Als Finanzierungsform gewinnt Private Equity stetig an Bedeutung. Der Grund hierfür liegt in steigenden Investitionen ausländischer Private Equity Fonds. Bezogen auf die Wirtschaftskraft in Deutschland hat die inländische Private Equity Branche jedoch noch enormen Nachholbedarf im europäischen Vergleich.

Private Equity Gesellschaften suchen gezielt Unternehmen aus, deren Verhältnis zwischen Rendite und Risiko günstig für eine Geldanlage erscheint. Inhaltlich konzentriert sich die Geldanlage der Private Equity Investments vor allem auf Mehrheitsbeteiligungen und zu einem Teil auf Wagniskapital.

Private Equity Investoren verfolgen in erster Linie das Ziel, Unternehmen besser und wettbewerbsfähiger und damit wertvoller für ihre Geldanlage zu machen. Private Equity ist in vielen Fällen eine Lösung, wenn ein Unternehmen Kapital benötigt, um weiter zu wachsen. Die in Form von Private Equity getätigten Investitionen sind ebenfalls ein Maßstab für das internationale Ansehen einer Volkswirtschaft. Sie sind Indikator dafür wie attraktiv ein Land für die Geldanlage von Private Equity Gesellschaften ist. Private Equity hat inzwischen in Deutschland große volkswirtschaftliche Bedeutung erlangt. Der Umsatz Private Equity finanzierter Unternehmen entspricht heute rund acht Prozent des Bruttosozialproduktes.

Bedeutung von Private Equity für deutsche Unternehmen

Die größte Anzahl an Private Equity Investitionen erfolgt absolut gesehen in kleine und mittlere Unternehmen. Dies zeigt, dass der eigenkapitalschwache Mittelstand auf weiteres Private Equity Kapital angewiesen ist, um sich auf den globalisierten Märkten behaupten zu können. Aktuelle Private Equity Statistiken belegen, dass das Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital bei Private Equity finanzierten Unternehmen besser als bei denjenigen ohne Private Equity Finanzierung ist.

Private Equity hat sich heute als fester Finanzierungsbestandteil in der deutschen Wirtschaft etabliert. Private Equity Kapital stellt für Unternehmen eine zusätzliche Chance für Wachstum dar. Die Private Equity Investoren investieren vor allen Dingen in den Mittelstand und engagieren sich langfristig.

Private Equity Investments für Geldanleger

Immer mehr Geldanleger entdecken die Vorteile, die diese Fonds für den privaten Vermögensaufbaus und die Altersvorsorge als Geldanlage bieten kann. Der wohl wichtigste Vorteil ist dabei für die meisten Geldanleger die damit erzielbare Rendite. Betrachtet man die Entwicklung dieser Kapitalanlage im Vergleich zu anderen Geldanlagen, so wird dieser Vorteil schnell deutlich.

Zunächst wird ein solcher Fonds aufgelegt, in den private und institutionelle Anleger investieren. Im Anschluss wird mit dem Geld aus dem Fonds in Unternehmensbeteiligungen investiert. Diese Art der Beteiligung ist in der Regel nicht öffentlich, so dass diese Fonds zur Klasse der geschlossenen Fonds gehören und nicht börsennotiert sind.

Diese Fonds werden auch als Risikokapital bezeichnet, da der Erfolg eines Unternehmens, in das investiert wird, für die Zukunft nur prognostiziert werden kann. Fondsmanager verfügen über entsprechenden Einblick in die jeweiligen Branchen und investieren in ihrer Funktion als Manager eines solchen Fonds zur Risikostreuung immer in mehrere Unternehmen.

Der Geldanleger, der in diese Fonds investiert, sollte sich daher der Chancen und auch der Risiken für seine Geldanlage bewusst sein. Einnahmen aus diesen Fonds gelten steuerrechtlich als Einnahmen aus Gewerbebetrieb.

Anleger, die sich für diese geschlossene Fonds entscheiden, sollten darauf achten, dass die Mindestanlagesumme nicht zu hoch, die Laufzeit übersichtlich, und die Anlaufkosten der Beteiligung möglichst niedrig sind. Die Berücksichtigung dieser drei Faktoren in Verbindung mit einem erfahrenen Fondsinitiator kann dazu führen, dass diese geschlossene Fonds für den Geldanleger attraktive Renditen erzielen und sich somit gewinnbringend auf seine Geldanlage auswirken kann.

Private Equity Deutschland

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